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Craniosacrale Therapie |
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Sanfter Händedruck gegen Körperblockaden
Manuelle Medizin liegt im Trend. Zu den Methoden, die mit Händen heilen, zählt auch die craniosacrale Therapie. Die sanfte Körperarbeit soll die Selbstheilungskräfte des Organismus aktivieren und Verspannungen lösen |
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| Das wichtigste Instrument sind die Hände, und in denen muss extremes Fingerspitzengefühl stecken. Denn Craniosacral-Therapeuten spüren einem Körperrhythmus ihres Patienten nach, der nur mit viel Übung zu tasten ist: den pulsierenden Bewegungen der Flüssigkeit, die Gehirn und Rückenmark umspült. Von der Fingerfertigkeit des Behandlers profitiert der Patient gleich mehrfach: Das sanfte Aufsetzen der Finger im Gesicht oder das Berühren des Hinterkopfes mit den Händen löst ausgesprochen angenehme Gefühle aus. Ziel der kaum spürbaren Manipulationen ist es aber, die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren, das Körperbewusstsein des Patienten zu schulen, Verspannungen zu lösen und eine tiefe Entspannung zu fördern. Zwischen Schädel und Kreuzbein lässt sich eine Druckwelle fühlen Behandlungsformen, die allein mit sanftem Händedruck versuchen, Blockaden im Körper zu beseitigen, liegen im Trend. Immer mehr Menschen, die über verspannte Muskeln, Kopfschmerzen oder stressbedingte Störungen klagen, suchen auf sanfte Art ihre Beschwerden zu lindern. Von der Nachfrage nach Alternativen profitiert auch die craniosacrale Therapie. Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts entdeckte der amerikanische Arzt Dr. William G. Sutherland, dass zwischen den einzelnen Schädelknochen eine feine, subtile Beweglichkeit besteht. Inzwischen ist belegt: Die Schädelknochen haben an ihren Nähten tatsächlich Spiel von etwa einem Millimeter, Bind also in ganz geringem Umfang beweglich. (Mit Religion hat „craniosacral" übrigens nichts zu tun. Die Therapie heißt so, weil schwerpunktmäßig zwischen dem Schädel lateinisch cranium-und dem Kreuzbein-lateinisch Os sacrum-behandelt wird). |
Normalerweise strömt die Hirnflüssigkeit mit zirka acht bis zwölf Zyklen pro Minute und ist somit langsamer als der Puls des Herzens mit 60 bis 80 Zyklen pro Minute oder als der Atem- Rhythmus mit 12 bis 20 Zyklen. Erfahrene Hände - Sutherland sprach: von "denkenden, fühlenden, sehenden und wissenden Fingern" - nehmen diesen subtilen, eigenständigen Rhythmus des Körpers wahr und spüren, wenn der Energiefluss irgendwo verlangsamt oder erhöht ist. |
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